Medizinische Fakultät
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Programmüberblick

Der medizinische Fortschritt benötigt forschende Ärzte (Clinican Scientists), die ihre Erfahrungen in der Patientenversorgung mit grundlagenorientierter und klinischer Forschung verbinden und die Translation wissenschaftlicher Erkenntnisse in die klinische Anwendung gestalten, und nicht-ärztliche Wissenschaftler in der Gesundheitsforschung (Medical Scientists), die ein Verständnis für die patientenorientierte Forschung aufweisen und Projekte an der Schnittstelle zur Klinik vorantreiben.

Das Medical & Clinician Scientist Program (MCSP) unterstützt herausragende Nachwuchstalente am Universitätsklinikum der LMU München, die eine Karriere als eigenständige Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in der Universitätsmedizin anstreben.

Fördertracks

Verschiedene MCSP-Fördertracks adressieren promovierte klinisch-wissenschaftlich tätige Ärzte und Ärztinnen während (Clinician Scientists) und nach der Facharztausbildung (Advanced Clinician Scientist) und nicht-ärztliche Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in der Gesundheitsforschung (Medical Scientists) am Universitätsklinikum der LMU München.

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Programmstruktur

  • mehrstufiges Auswahlverfahren
  • Flexibilität und Sicherheit für Forschung (FlexiCurity) durch Finanzierung von geschützer Forschungszeit (in Form einer Arzt-Kompensationsstelle an der Heimateinrichtung) für die Clinician Scientist und von der eigenen Stelle für Medical Scientists.
  • individuelle Qualifizierung zur wissenschaftlichen, klinischen und persönlichen Weiterbildung
  • intensives Karrierebegleitung durch ein Betreuungskomittee (je ein wissenschaftlicher und klinischer Supervisor bzw. Supervisorin, optional auch ein persönlicher Mentor bzw. Mentorin) und Einzelcoachings
  • interdisziplinäre Vernetzung (Retreats, regelmäßige Netzwerktreffen, gemeinsame Workshops zu Schlüsselqualifikationen, ...)
  • Qualitätssicherung durch schriftliche Zielvereinbarung, Feedbackgespräche und Berichte
  • Erwerb eines Teilnahmezertifikates nach erfolgreichem Abschluss

Karrierebegleitung

Ein Betreuungskomitee, bestehend aus einem klinischen Supervisor bzw. Supervisorin, einem wissenschaftlichen Supervisor bzw. Supervisorin sowie optional einem persönlichen Mentor bzw. Mentorin, begleitet und unterstützt aus unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungsschätzen bei der Karriereentwicklung:

  • Supervisor und Supervisorinnen vermitteln hilfreiche Kontakte oder geben wertvolle Einblicke in die Berufspraxis. Im Vordergrund steht der fachlich-karrierebezogene Austausch. Während klinische Supervisoren und Supevisorinnen klinische Meilensteine begleiten, unterstützen wissenschaftliche Supervisor/innen Forschungsziele und das wissenschaftliche Vorankommen.
  • Das hierarchiefreie persönliche Mentoring dient der Karriere- und Persönlichkeitsentwicklung. Je nach individueller Zielsetzung können persönliche Mentoren und Mentorinnen beraten, Feedback geben oder Erfahrungen, Kontakte oder Schlüsselqualifikationen aus dem Klinik- und Wissenschaftsbetrieb vermitteln.

Das Betreuungskomitee wird vom Programmteilnehmenden individuell zusammengestellt und führt regelmäßige Feedbackgespräche.

Durch Coaching besteht ein zusätzliches Angebot für eine unabhängige, kurzfristige Prozessberatung oder zur Reflexion beruflicher und persönlicher Ziele.

Qualitätssicherung

Die Karriere- und Projektziele, ein Zeit- und Aufgabenplan für Forschung und Klinik und das Qualifizierungsprogramm werden in einer Zielvereinbarung zum Förderbeginn festgehalten.

Feedbackgespräche mit dem Betreuungskomitee und ein jährlicher Zwischen-/Abschlussbericht bieten Gelegenheit zu Erfolgsmonitoring und ggfls. Kurskorrektur.

Logo IHF 550 fuer idw

 

Das Bayerische Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF) begleitet die Förderpogramme des MCSP mit einer externen Evaluation. Regelmäßige Online-Befragung mit den Geförderten sollen zur laufenden Qualitätssicherung der Programme beitragen. Zentrale Themen der Befragung sind u.a. Zufriedenheit der Geförderten mit den Förderelementen, Einhaltung der geschützen Forschungszeit, Hürden, Karriereintentionen. Ansprechpartnerin am IHF ist Frau Dr. Maike Reimer (clinicianscientists@ihf.bayern.de).


Qualifizierung

Das Qualifizierungsprogramm mit einem Umfang von 40 Stunden pro Jahr wird individuell nach den spezifischen Bedürfnissen und dem Karrierestadium des Programmteilnehmers festgelegt. Die Ausarbeitung soll gemeinsam mit dem Betreuungskomitee erfolgen und sich am MCSP-Mantel-Curriculum orientieren, welches in drei Bereiche untergliedert ist:

  • Wissenschaftliche Weiterbildung (ca. 16 Stunden p.a.)
    In den Bereich der wissenschaftlichen Weiterbildung fallen Fortbildungen, die das eigene Arbeitsgebiet vertiefen oder die Perspektivenvielfalt erhöhen, Methodik-Förderung, fachspezifische mehrtägige Fortbildungen (Retreats), die Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte an Studierende, Präsentation eigener Ergebnisse auf Tagungen/Kongressen/Symposien bzw. die Teilnahme an (überregionalen) Nachwuchsmeetings sowie spezielle Methoden (Tierschutz, Sicherheit genetischer Methoden, Gendiagnostikgesetz, Strahlenschutz etc.).
  • Medizinische Weiterbildung (ca. 16 Stunden p.a.)
    Zum Bereich der medizinischen Weiterbildung zählen beispielsweise medizinische und methodische Fortbildungen der Kliniken, Biometrie und Epidemiologie, Statistik, evidenzbasierte Medizin, gute wissenschaftliche Praxis, ärztliche Entscheidungswege und Kompetenzen, Ethik in der klinischen Forschung, facharztspezifische Fortbildungen oder die Prüfarztbefähigung.
  • Persönliche Weiterbildung (ca. 8 Stunden p.a.)
    In den Bereich der laufbahn-/ebenenspezifischen Schlüsselqualifikationen fallen Weiterbildungsangebote wie z.B. zum Erwerb der Fähigkeit zur Präsentation eigener wissenschaftlicher Ergebnisse, zur Antragstellung für Drittmittel, Didaktik, Projektmanagement oder Zeit- & Selbstmanagement.

Für das individuelle Qualifizierungsprogramm können die Programmteilnehmer auf die vielfältigen Angebote am Universitätsklinikum und der LMU zurück greifen. Neben Graduiertenschulen/-kollegs, Sonderforschungsbereichen und weiteren Forschungsverbünden der LMU sowie anderen Universitäten können auch Angebote außeruniversitäter Einrichtungen im In- und Ausland wahrgenommen werden. Exemplarisch einige Angebote:

Zur Anerkennung der Teilnahme am Qualifizierungsprogramm sind jährlich die entsprechenden Nachweise bei der MCSP-Geschäftsstelle vorzulegen.

Vernetzung

Vernetzung ist ein wichtiger Aspekt des MCSP. Die Medical und Clinician Scientist werden ermutigt aktiv den Dialog zu ihren Mentoren und den anderen Programmteilnehmern zu suchen. Regelmäßige Vernetzungstreffen und ein jährlicher Retreat bieten u.a. Gelegenheit hierzu.

Geschützte Forschungszeit von Clinician Scientists

Geförderte Projekte sollten zum Beginn der Förderperiode starten und in einer wissenschaftlichen Publikation resultieren.

Zur Freistellung von der klinischen Tätigkeit wird eine Arzt-Kompensationsstelle an der Heimateinrichtung finanziert.

Die geschützte Forschungszeit (bei den einzelnen Fördertracks als Vollzeit-Äquivalent angegeben) kann als Voll-, Teilzeit- oder Kombimodell innerhalb* des Gesamtförderzeitraums von 36 Monaten individuell geplant werden.

Für einen Verbleib im TV-Ä ist dabei folgendes zu berücksichtigen:

  • Im Vollzeit-Modell ist die geschützte Forschungszeit in zwei oder mehreren Blöcken zu absolvieren, wobei auf jeden Block ein gleich lang dauerndes Interlude in der Patientenversorgung folgen muss. Es können max. 12 Monate geschützte Forschungszeit am Stück genommen werden.
  • Im Teilzeit-Modell soll die Patientenversorgung überwiegen, z.B. durch eine Aufteilung der Arbeitswochen in 60% Patientenversorgung und 40% Forschung.
  • Im Kombi-Modell (Voll- und Teilzeit) kann eine Teilzeit-Phase ohne Interlude an eine Vollzeit-Phase anschließen.

Die Absolvierung von Diensten ist selbstverständlich möglich. Für Fragen zur Planung der geschützten Forschungszeit steht die MCSP-Geschäftsstelle gerne zur Verfügung.