Allgemeine Informationen zum Forschungsmodul

Das Forschungsmodul bietet Medizinstudierenden die einzigartige Chance, eigenverantwortlich an spannenden Forschungsprojekten mitzuwirken. Ohne Ergebnisdruck können Teilnehmende ihre Kreativität entfalten, neue Ansätze erproben und wichtige Kompetenzen wie Networking und Eigeninitiative entwickeln.

Überblick

Das Forschungsmodul bietet Medizinstudierenden die Möglichkeit, früh eigenverantwortlich und ergebnisoffen an Forschungsprojekten zu arbeiten. Ziel ist es, Spaß an Forschung zu fördern und wichtige Kompetenzen wie Networking, Eigeninitiative und Kreativität zu entwickeln.

Bewerbung
Bewerbungszeitraum: 1. Mai – 21. Juni 2026
Senden Sie Ihre Bewerbung an: forschungsmodul-medizin@med.lmu.de

Erforderliche Unterlagen:

  • Lebenslauf
  • allgemeines Motivationsschreiben (max. 1 Seite) inkl. Angabe der fünf präferierten Forschungslabore/AGs
  • Immatrikulationsnummer und Campus-Emailadresse)

Bitte informieren Sie sich vorab über die angebotenen Forschungsprojekte. Im Juli können Sie sich dann eigenständig online für ein Projekt Ihrer Wahl eintragen. Bitte bedenken sie, dass viele Arbeitsgruppen nur einen oder wenige Plätze anbieten können. Im Buchungssystem (den Link erhalten sie im Juli von uns) sehen sie, welche AGs zum gegebenen Zeitpunkt noch freie Plätze haben. Nach ihrer Platzreservierung werden wir sie bitten, sich mit ihrem CV und einem auf die Arbeitsgruppe zugeschnittenen Motivationsschreiben direkt bei der Gruppe zu bewerben, bei der sie sich im Buchungssystem eingetragen haben. Die Bestätigung des Praktikumsplatzes durch die Arbeitsgruppe kann bis August dauern und ist in der Regel mit einem Kennenlerngespräch verbunden.

Bei deutlich mehr Bewerbungen als Plätze vorhanden sind, behalten wir uns vor, die Verteilung über ein zentrales Matching-Tool vorzunehmen, damit jede AG die jeweils geeignetsten und am besten passenden Studierenden erhält.

Das Forschungsmodul beginnt Ende des 2. Semesters und endet mit Abgabe der Leistungsdokumente im Juni des darauffolgenden Jahres (im 4. Semester).

Leistungsanforderungen

  • 160 Stunden Forschungsarbeit
  • Teilnahme an verschiedenen Zusatzveranstaltungen (wie Vorträgen, Workshops, oder Exkursionen)
  • Präsentation der Ergebnisse (in der betreuuenden AG oder bei der MMS ScienceCon)
  • Teilnahme an der ScienceCon als Gast, falls keine eigene Präsentation erfolgt
  • Alternativ zur Präsentation auf der ScienceCon: Abschlussbericht (ca. 10 Seiten)
  • Bei erfolgreichem Abschluß gilt für teilnehmende Studierende das organzentrierte Seminar (OZS) automatisch als bestanden

Langfristiger Nutzen

Ehemalige Teilnehmende profitieren von ihrem Netzwerk und erhalten dadurch vermehrt Förderstipendien oder Zugang zu renommierten Forschungsinstitutionen, welche mit ihren betreuenden AGs kooperieren.

Zusatzinfo: Bitte bedenken sie, dass, abhängig von der Anzahl an Bewerbungen, höchstwahrscheinlich nicht jedem/r Studierendem/n ein Platz angeboten werden kann. Desweiteren erwarten wir von ihnen eine gewisse Flexibilität, wenn sie bei den von ihnen präferierten Forschungsgruppen keinen Platz erhalten. Seien sie offen für Themengebiete und Forschungsfelder, die ihrem Interesse vielleicht auf den ersten Blick weniger entsprechen als andere. Profitieren werden sie von einer Teilnahme definitiv dennoch.

Was unsere Alumni sagen

Eindrücke aus dem Forschungsmodul

  1. Meet Sidney!
  2. Meet Simona !

Das Forschungsmodul zu machen, war für mich vermutlich die beste Entscheidung des letzten Jahres. Bei meinem Projekt in der AG von Prof. Hartig-Vielmuth habe ich den Einfluss bestimmter Proteinkinasen auf den Zusammenhalt von Hautzellen untersucht. Dabei habe ich Immunfluoreszenzfärbungen durchgeführt und diese anschließend selbst ausgewertet. Zum ersten Mal unter dem Mikroskop etwas anzuschauen, das man selbst erzeugt hat, war für mich ein besonders cooler Moment. Ich habe aber nicht nur unglaublich viel über Forschung gelernt, sondern hatte auch sehr viel Spaß in der Arbeitsgruppe. Mit allen Mitgliedern des Labors habe ich mich direkt super verstanden, sodass auch die gemeinsamen Kaffeepausen für mich zu einem echten Highlight wurden. ;) Darüber hinaus hat mir das Forschungsmodul viele Türen geöffnet. Die Erfahrungen und Kontakte, die daraus entstanden sind, haben mir geholfen, mich erfolgreich für ein Stipendium zu bewerben, wofür ich sehr dankbar bin. Vielen Dank an Prof. Hartig-Vielmuth, meinen Betreuer Chris (auf dem Bild) und das FM-Team für die tolle Zeit. Ich kann persönlich nur empfehlen, das Forschungsmodul zu machen. Es lohnt sich auf jeden Fall!

Das Forschungsmodul zu machen, war für mich vermutlich die beste Entscheidung des letzten Jahres. Bei meinem Projekt in der AG von Prof. Hartig-Vielmuth habe ich den Einfluss bestimmter Proteinkinasen auf den Zusammenhalt von Hautzellen untersucht. Dabei habe ich Immunfluoreszenzfärbungen durchgeführt und diese anschließend selbst ausgewertet. Zum ersten Mal unter dem Mikroskop etwas anzuschauen, das man selbst erzeugt hat, war für mich ein besonders cooler Moment. Ich habe aber nicht nur unglaublich viel über Forschung gelernt, sondern hatte auch sehr viel Spaß in der Arbeitsgruppe. Mit allen Mitgliedern des Labors habe ich mich direkt super verstanden, sodass auch die gemeinsamen Kaffeepausen für mich zu einem echten Highlight wurden. ;) Darüber hinaus hat mir das Forschungsmodul viele Türen geöffnet. Die Erfahrungen und Kontakte, die daraus entstanden sind, haben mir geholfen, mich erfolgreich für ein Stipendium zu bewerben, wofür ich sehr dankbar bin. Vielen Dank an Prof. Hartig-Vielmuth, meinen Betreuer Chris (auf dem Bild) und das FM-Team für die tolle Zeit. Ich kann persönlich nur empfehlen, das Forschungsmodul zu machen. Es lohnt sich auf jeden Fall!

Hi, wir sind Avantika und Eva :) In unserem Forschungsmodul 2024/25 haben wir uns in der Arbeitsgruppe von Kristina Moll mit dem Thema kognitive Prädiktoren für Lese- und Rechtschreibstörungen beschäftigt. Im Vergleich zu vielen anderen experimentellen Projekten im Forschungsmodul standen wir überhaupt nicht im Labor. Wir hatten die Möglichkeit, mit vielen Kindern zu arbeiten und beispielsweise Lese- und Rechtschreibtests mit ihnen durchzuführen. Dabei haben wir auch erlebt, wie viel Arbeit hinter der Erhebung, Auswertung und Analyse wissenschaftlicher Daten steckt. Ziel unserer Forschung war es, aussagekräftige Prädiktoren in frühen Entwicklungsphasen zu identifizieren und deren Vorhersagekraft für spätere Lese- und Rechtschreibfähigkeiten zu untersuchen. Es war für uns beide eine sehr wertvolle Erfahrung, bei der wir viel gelernt haben, unter anderem die Auswertung statistischer Ergebnisse sowie die strukturierte Konsolidierung und Präsentation wissenschaftlicher Daten. Ein besonderes Highlight war für uns die Präsentation unserer Ergebnisse auf der Science Con, bei der wir den 1. Preis in der Kategorie „Best Talk“ gewonnen haben. Das Forschungsmodul in der Vorklinik ist wirklich eine einmalige Gelegenheit, schon früh im Studium strukturiert Einblicke in die Forschung zu erhalten und die eigenen Ergebnisse zu präsentieren. Wir schätzen diese Erfahrung sehr!

Liebe zukünftigen Forschungsmodulant*innen! Heute will ich euch einen Einblick in das FM bei der AG Neher am DZNE (Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen) geben! Hi, ich bin Dagna, habe 2025/26 beim FM mitgemacht und stelle es euch heute auf eine „indirekt interaktive“ Art und Weise vor, die möglicherweise bereits ein paar von euren Fragen beantworten wird :)) Was war deine Motivation, beim FM mitzumachen? Ich habe es als eine sehr schöne und einzigartige Möglichkeit empfunden, bereits in einem frühen Studienabschnitt (Vorklinik) meine ersten Schritte in der Forschung zu machen - einfach um zu schauen, ob es mir gefällt. Das FM selbst kann erstmals als etwas sehr „krasses“ und „unvorstellbar unerreichbares“ wirken, ist es aber am Ende des Tages nicht wirklich. Es ist eure Chance, einen Einblick in den Alltag von Wissenschaftler*innen zu bekommen und, ganz wichtig, mit ihnen Hand in Hand zu arbeiten. Das bedeutet eben auch: ihr seid Teil des Teams. Ihr könnt parallel dazu an wissenschaftlichen Journal Clubs, Lab Meetings, Exkursen durch das FM sowie den Glanzlichter-Vorlesungen teilnehmen und euer Wissen somit erweitern. Auch die Betreuung durch Frau Canady und Frau Ruiß ist unglaublich toll und sehr unterstützend, weshalb euch auch bei jedem Problem jemand an der Seite steht :) Wo hast du dein FM absolviert + was hast du dort gemacht? Mein FM habe ich im Labor von Prof. Dr. Jonas Neher am DZNE gemacht, welches dieses Jahr zum ersten Mal mitmacht. Dort wurde ich zusammen von Dr. Thomas Lewis und Dr. Anna Schmidtner betreut. Es war eine wirklich tolle Erfahrung! Dabei habe ich sehr viele neue Fähigkeiten gesammelt, vor allem, was bench work, 3D-Rekonstrktion und data analysis angeht. Das Labor beschäftigt sich mit der Alzheimer-Erkrankung und legt dabei besonderen Wert auf die Zusammenwirkung von Proteinaggregation, vaskulärer Dysfunktion und dem Altern. Mein Projekt befasste sich mit der Frage, inwiefern Beta-Amyloid Plaques perineurale Netze (PNN) um Parvalbumim-positive Interneuronen beeinflusst (näheres zu meinem Projekt erfahrt ihr bei der diesjährigen MMS ScienceCon ). In dem Rahmen arbeitete ich viel mit hauchdünn geschnittenen Mausgehirnen, die ich später immunohistochemisch anfärben durfte. Die gefärbten Schnitte wurden außerdem zur quantitativen Analyse gescannt (s. Video). Zudem durfte ich die Schnitte unter einem Konfokalmikroskop anschauen, Z-Stacks machen und diese später zur 3D-Rekonstruktion benutzen (s. 2tes Video - CAVE: die Farben der rekonstruierten Zellen sind mit den Farbmarkierungen der slide scanner Bilder (1stes Video) nicht gleichzusetzen!). Alle Prozesse habenunglaublich viel Spaß gemacht, trotz, dass es natürlich auch mal ups&downs gab - aber das ist völlig normal :) Falls ihr den kleinen Einblick interessant fandet, schaut doch gern bei der Website des Labs vorbei ! https://www.neher-lab.de War es schwer, das FM zeitlich in den Stundenplan zu integrieren? Da man mind. 160h Laborarbeit absolvieren muss, was sich bei 8h/Tag auf 4 Wochen aufteilt, habe ich es vom Zeitaufwand her als „viertes Pflegepraktikum“ empfunden - aber natürlich mit total anderen Eindrücken. Ich habe es dementsprechend auch in den winterlichen Semesterferien zw. 3. und 4. Semester gemacht und es war wirklich sehr passend! Man kann es ebenfalls unter dem Semester machen - das wollte ich aber aufgrund von parallelen Präpassistenzstunden vermeiden. Sprich: Präpassi + FM lassen sich kombinieren, und zwar ganz gut ;) falls ihr also überlegt, beides zu machen, müsst ihr euch auch nicht von einem verabschieden. Was hast du für dich mitgenommen? Dass auch wenn man sich einer gewissen Aufgabe nicht gewachsen fühlt, man sich da doch ganz häufig unterschätzt. Vor allem in so einem neuen Umfeld kann der Selbstzweifel doch schnell aufkommen - Ich hatte natürlich selbst ein bisschen Angst, nicht gut genug für diesen Platz zu sein, aber das ist echt nur Kopfsache! Im Endeffekt habt ihr‘s in dieses Studium schon aus einem bestimmten Grund geschafft Und schaut wie weit ihr bereits gekommen seid! Also, nur Mut Was wären deine allg. Tipps? Bester Tipp: - probiert euch einfach aus; Im Prinzip ist es auch egal, wo man seine Geschichte mit der Forschung anfängt, da jedes Labor euch wertvolle Einblicke aus jeweils unterschiedlichen Perspektiven bieten wird! :) Wenn man natürlich schon weiß, in welche Richtung man später eventuell gehen möchte, ist es von Vorteil, sich einer thematisch passenden Gruppe anzuschließen: Vor allem, wenn man sich bspw. im Allgemeinen für Neurowissenschaften interessiert, was an sich ein gefasster Begriff ist, könnte man damit einen Teilbereich durch das FM erkunden und Schlussfolgerungen ziehen, ob man vielleicht später auch im Zusammenhang mit diesem spezifischen Themengebiet tätig werden will (auch in Betracht einer potentiellen Doktorarbeit). Was das FM euch außerdem auch noch bringt, ist der Vorteil, dass ihr keine Verpflichtung habt, die OZS-Kurse (Ende 4. Semester) absolvieren zu müssen. Ich wünsche euch noch ganz viel Erfolg bei der Bewerbung. Dagna Dąbrowska

AG Experimentelle Aortenchirurgie Betreuer: Dr. Joscha Büch In meinem Forschungsmodul habe ich mich mit Genexpressionen beim Aortenaneurysma beschäftigt – viel PCR (Polymerase Chain Reaktion), viel Geduld, auch viele kleine und große Momente des Staunens. Es läuft im Labor nie alles perfekt. Es treten immer wieder verschiedene Probleme auf, aber gerade sie bieten die besten Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Ich habe dabei auch gelernt, wie man sein Projekt anderen zeigt, wie man einen Sachmittelantrag schreibt, und wie viel ein guter Gedanke oder eine Frage der anderen bringen kann. Für mich ist genau das der Sinn des Forschungsmoduls: nicht nur labern, sondern machen, scheitern, verstehen und dann weitermachen. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung. Sie war extrem wertvoll. Beste Grüße Mingrui Yuan

Ich hatte im Rahmen des Forschungsmoduls die besondere Gelegenheit, mich in der AG Yeruva am Lehrstuhl für Anatomie III intensiv mit grundlegenden Fragestellungen der kardiovaskulären Forschung auseinanderzusetzen. Im Zentrum meines Projekts standen die strukturellen Veränderungen an den Glanzstreifen bei arrhythmogener Kardiomyopathie, wobei ich mich insbesondere mit der Organisation und Funktion desmosomaler Proteine beschäftigt habe. Es war für mich immer wieder faszinierend, unter dem konfokalen Mikroskop die chromophor-markierten Antikörper aufleuchten zu sehen und dadurch sichtbar zu machen, wo sich „meine“ Proteine innerhalb der Zelle genau befinden. Gleichzeitig war die Laborarbeit geprägt von Momenten des Suchens und Hinterfragens: von Proben mit unerwartet hohem Hintergrundsignal, bei denen ich gedanklich jeden einzelnen Waschschritt noch einmal durchging, bis hin zu Situationen, in denen ich Mühe hatte, meine nur wenige Kardiomyozyten langen Proben überhaupt im Mikroskopfeld wiederzufinden. Gerade diese Phasen des Zweifelns und Troubleshootings haben mir eindrücklich vermittelt, wie sehr wissenschaftliches Arbeiten von Präzision und einem iterativen Vorgehen lebt. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Stunden im konfokalen Mikroskopierraum – abgeschirmt, ohne Tageslicht und ohne Empfang – in denen mein Betreuerteam regelmäßig nach mir sah und sich erkundigte, ob alles funktionierte. Ebenso waren es Momente, in denen mir ganz selbstverständlich angeboten wurde, die letzten Waschschritte zu übernehmen, wenn ich zum Krankenpflegepraktikum aufbrechen musste. Diese kleinen, fast unscheinbaren Gesten der Unterstützung haben wesentlich dazu beigetragen, dass ich mich jederzeit gut aufgehoben gefühlt habe. Ich blicke mit großer Dankbarkeit auf diese Zeit zurück, in der sich intellektuelle Faszination, experimentelle Herausforderungen und menschliche Unterstützung auf besondere Weise miteinander verbunden haben und die mich sowohl fachlich als auch persönlich nachhaltig geprägt hat.

Ich war Teil des Jahrgangs 2022/23 und habe mein FM-Praktikum in der Arbeitsgruppe von Dr. Attila Braun und Dr. Elmina Bach absolviert. Dort habe ich erforscht, ob Blutplättchen ruhende Krebszellen „aufwecken“ können. Dafür habe ich ruhende Tumorzellen mit Plättchen behandelt und mithilfe einer speziellen Färbung gemessen, ob sie sich vermehrt teilen. Das ist wichtig, weil ruhende Krebszellen schwer zu zerstören sind und Jahre später zu einer erneuten Krebserkrankung führen können. Das Highlight waren für mich jedoch vor allem die anderen Studierenden. Ein großes Dankeschön an Dr. Chao Han, einen PhD-Studenten, der mich kompetent und fürsorglich durch die teilweise sehr zeitaufwendige und für mich neue Arbeit geleitet hat. Auf der ScienceCon habe ich den 2. Preis für Präsentationen von jungen Forschern gewonnen. Es war faszinierend, das Wissen aus dem Medizinstudium in einen größeren wissenschaftlichen Kontext zu stellen. Die Welt der Forschung ist breiter als die Sonne und tiefer als der Atlantik.

© Copyright Forschungsmodul Medizin

Vor 30 Jahren hatte mein Vater dank eines Stipendiums des DAAD die Möglichkeit, ein Auslandspraktikum zu absolvieren - dieses Jahr war ich “an der Reihe”. Im Rahmen des RISE Weltweit-Stipendienprogramms durfte ich anderthalb Monate in der Abteilung für Virologie an der Stellenbosch University in Südafrika verbringen und dort gleichzeitig das Forschungsmodul 2024/2025 ableisten - als erste Studierende, die dies in einem ausländischen Labor gemacht hat. Während meiner Zeit auf dem Tygerberg Medical Campus forschte ich zu plötzlichem Kindstod (Sudden Unexpected Death in Infancy - SUDI). Mit Blutproben, die wir im Leichenschauhaus entnommen haben, führten wir PBMC-Extraktionen durch, die anschließend auf Immunmarker untersucht wurden. Zusätzlich analysierten wir nasopharyngeale und Lungenabstriche auf die häufigsten respiratorischen Viren. In entwickelten Ländern gilt SUDI als eine der führenden vermeidbaren Todesursachen bei Säuglingen. In Entwicklungsregionen wie in weiten Teilen Afrikas hingegen treten viele SUDI-Fälle auf. Trotzdem gibt es kaum veröffentlichte Studien zu diesem Thema, und SUDI wird dort bislang nicht als prioritäres Gesundheitsproblem betrachtet. Ziel der Arbeitsgruppe ist es daher, das Virom der oberen und unteren Atemwege in diesen Fällen zu untersuchen und mithilfe statistischer Analysen die Verbreitung respiratorischer Viren und die Streuung immunologischer Daten zu beschreiben sowie mögliche Zusammenhänge zwischen bestimmten Viren und Immun-Biomarkern aufzuzeigen. Zudem wird soziodemografische Information (Alter, Geschlecht, Jahreszeit, Wohnsituation etc.) mit bekannten Risikofaktoren für SUDI in Beziehung gesetzt. Für die einzigartige Möglichkeit gilt mein herzlicher Dank dem DAAD, meinem Betreuer, Herrn Prof. Dr. Wolfgang Preiser und dem Forschungsmodul-Team, insbesondere Frau Romana Ruiß.

Hi, ich bin Simona und war Teil des Forschungsmoduls 2022/2023. Mein Projekt mit dem Titel „Semi-automatic quantification analysis of direct neuronal reprogramming efficiency“ habe ich im Labor von Prof. Magdalena Götz unter der Betreuung von Giacomo Masserdotti, PhD, als meinem Supervisor durchgeführt.
Während dieser Zeit testete ich das (semi-) automatische Zellzählen mit einem vom Labor entwickelten Plug-in der FIJI/ImageJ-Software und erhielt dafür den Best Poster Award der MMS Science Conference 2023, worüber ich sehr dankbar bin.
Ich schätze die Erfahrungen und Möglichkeiten, die sich durch das Forschungsmodul ergeben haben, sehr. Aufgrund meines bestehenden Forschungsinteresses habe ich mich für das Auslandsprogramm „DAAD RISE Worldwide 2024“ beworben. Dank des Stipendiums konnte ich ein dreimonatiges Laborpraktikum an der Western Sydney University in Australien im Labor von A/Prof. Gyengesi (Neurodegenerative Erkrankungen und Neuroinflammation) absolvieren.
Ein herzliches Dankeschön an Giacomo, Florian, Prof. Götz und Dr. Ruiß für die wertvollen Erfahrungen, die mir das Forschungsmodul ermöglicht hat!

© Copyright Forschungsmodul Medizin

Hi, ich bin Taehee und ich war Teil des Forschungsmoduls 2023-2024. Ich war in der AG Dietrich, und mein Projekt war: Age-driven changes in lung morphology of TRPC6-deficient mice. Das Forschungsmodul ist eine wirklich tolle Möglichkeit, Forschung ohne Druck zu lernen. Außerdem gibt es auch viele Workshops, wie das Abstractschreiben, die ich sehr hilfreich fand. Vielen Dank an Herrn Professor Dietrich und meine Betreuerin Lena Schaller, die das Forschungsmodul zu einer bereichernden und spannenden Erfahrung gemacht haben!

Mein Projekt beim Forschungsmodul 2023/24 trug den Titel: „Where can the most B-and T-cells be found in the upper airway epithelium?“. Bei meinem Versuch ging es im Wesentlichen darum, Abstriche an drei Orten (Nase, Rachen und Nasopharynx) bei Studienteilnehmer:innen zu entnehmen und die Anzahl der Zellen durch Flowcytometry zu bestimmen. Ich konnte auch einige Schlussfolgerungen aus den Daten ziehen: B-Zellen und Natürliche Killerzellen sind häufiger in Rachenabstrichen vertreten, während T-Zellen in Nasopharynx-Abstrichen häufiger sind. Außerdem konnten insgesamt mehr CD8-Zellen als CD4-Zellen in allen Abstrichen gefunden werden. Vielen Dank an meine Betreuer Dr. Christof Geldmacher und Tabea Eser und an Romana Ruiß für die tolle Organisation. Das Forschungsmodul war eine der besten und lehrreichsten Erfahrungen, die ich im Bereich der Forschung machen durfte!

Hi, ich bin Liv und habe mein FM im Neurophysiologie Labor von Prof. Michael Meyer absolviert. Der Titel meines eigenen kleinen Projekts war ,,Secretagogin interaction partners affecting insulin secretion and circulation’’! Im Labor habe ich viel mit Zellkulturen, Western Blots und Immunpräzipitationen gearbeitet und letztlich noch eine Massenspektrometrie durchgeführt. Die Ergebnisse von dieser zu interpretieren war besonders spannend! Insgesamt war das Forschungsmodul wirklich eine super Möglichkeit erste Einblicke in die experimentelle Forschung zu bekommen, indem verschiedene Methoden ausprobiert wurden und man die Stimmung im Labor erlebt hat! Mir hat es so gut gefallen, dass ich jetzt auch eine experimentelle Doktorarbeit mache! Vielen Dank an Prof. Meyer und Frau Ruiß für Ihre super Unterstützung!

Hi, ich bin Belinda und war 2023/2024 Teil des Forschungsmoduls in der AG Grimm. Gemeinsam haben wir an dem Projekt „Lysosomal TMEM165 controls cellular ion homeostasis and survival by mediating lysosomal Ca2+ import and H+ efflux“ gearbeitet, welches dieses Jahr (2025) schlussendlich sogar in Nature Communications - mit mir als Koautorin - erschienen ist. Im Zentrum meiner Forschung stand die Exploration von Ionenkanälen an der lysosomalen Membran mittels Genetic Modification, Overexpression- und Knock-out-Modellen sowie Calcium-Imaging. Störungen der Lysosomenfunktion können zu schweren Erkrankungen wie unter anderem Mukolipidosen oder Krebserkrankungen führen. Das Forschungsmodul gehört für mich mit zu den eindrucksvollsten Erfahrungen meiner Vorklinik. Es hat mir die Möglichkeit geboten, in kurzer Zeit nicht nur fachlich enorm dazuzulernen, sondern auch bereits sehr früh theoretisches Wissen aus dem Studium mit der Praxis zu verknüpfen. Besonders bereichernd war es, zu lernen, selbstständig mit neuen Herausforderungen umzugehen (- es ist völlig normal, dass nicht alles beim ersten Versuch klappt, vielleicht auch nicht beim zweiten!) und zum kreativen Denken angeregt zu werden. Ich kann das Forschungsmodul herzlichst weiterempfehlen, an alle, die sich für die Forschung interessieren oder einfach nach einer spannenden Herausforderung suchen. Vielen Dank an Prof. Dr. Dr. Grimm und Veronika Kudrina als meine Supervisor, ebenso wie an das restliche Lab-Team, welches mich so herzlich aufgenommen hat.