Nature berichtet über eine neue Technologie, die das Innere des Körpers sichtbar macht
13. November 2018
Eine von Forschern am Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung entwickelte Technik macht tote Mäuse durchsichtig und enthüllt überraschende Details darüber, wie der Heilungsprozess bei Entzündungen und Verletzungen funktioniert.

Bei der Methode handelt es sich um die neueste Entwicklung einer Technologie, bei Dr. Ertürk und sein Team chemische Substanzen verwenden, um Organe oder sogar ganze Organismen transparent zu machen. Durch die klaren Gewebeschichten können Forscher Zellen anhand fluoreszierender Proteine beobachten.
Die neue Technik namens vDISCO ist eine Weiterentwicklung des Vorgängers uDISCO, mit dem die ersten Bilder eines intakten Mausnervensystems erzeugt wurden. Die ältere Technik hinterließ jedoch Spuren von Knochen und Gewebe, die die Bilder trüben. Die in vDISCO verwendeten zusätzlichen Chemikalien entfernen die Farbe des Gewebes und entkalken die Knochen.
Die Arbeit wurde am 6. November 2018 von Dr. Ertürk und Ruiyao Cai auf einem Treffen der Society for Neuroscience in San Diego, Kalifornien vorgestellt.
Nature berichtet darüber aktuell: https://www.nature.com/articles/d41586-018-07336-7
Titel der Originalarbeiten
Ruiyao Cai, Chenchen Pan, Alireza Ghasemigharagoz, Mihail I. Todorov, Benjamin Foerstera, Shan Zhao, Harsharan S. Bhatia, Leander Mrowka, Delphine Theodorou, Markus Rempfler, Anna Xavier, Benjamin T. Kress, Corinne Benakis, Arthur Liesz, Bjoern Menze, Martin Kerschensteiner, Maiken Nedergaard, Ali Ertürk.
Panoptic vDISCO imaging reveals neuronal connectivity, remote trauma effects and meningeal vessels in intact transparent mice.
Preprint on BioRxiv, July 23, 2018
Chenchen Pan, Ruiyao Cai, Francesca Paola Quacquarelli, Alireza Ghasemigharagoz, Athanasios Lourbopoulos, Paweł Matryba, Nikolaus Plesnila, Martin Dichgans, Farida Hellal, Ali Ertürk.
Shrinkage-mediated imaging of entire organs and organisms using uDISCO.
Nature Methods 2016; 13: 859–867
Quelle: Institut für Schlaganfall und Demenzforschung