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Publikation: Shared Decision-Making in der Perinatologie

20.10.2026

Die Studie zeigt auf, wie sich Eltern ihre Beteiligung an der Entscheidungsfindung über das Therapieziel für ihr (ungeborenes) Kind vorstellen.

Wie möchten Eltern in Entscheidungen über das Therapieziel für ihr (ungeborenes) Kind einbezogen werden?

Durch eine Meta-Ethnographie von 16 qualitativen Studien zu den Perspektiven von Eltern auf die Entscheidungsfindung wurden neue Erkenntnisse zu dieser Frage gewonnen.

Was erwartet Sie in dem Artikel?

Zunächst werden auf der Basis der Studien vier Modelle der kollaborativen Entscheidungsfindung in der Perinatologie unterschieden: stillschweigende Zustimmung, Akzeptanz einer ärztlichen Empfehlung, gemeinsame Abwägung und elterliche Präferenzbestimmung.

Anschließend zeigen die Autor*innen, dass unterschiedliche Eltern unterschiedliche Modelle der Entscheidungsfindung für ihr (ungeborenes) Kind bevorzugen. Sie erläutern zudem, dass sich die Bewertung der Passung eines Modells auch durch die Erfahrung mit der Entscheidung verändern kann.

Die Ergebnisse sprechen dafür, nicht ein einziges Modell vorzuschreiben, sondern die Form der elterlichen Beteiligung an die jeweilige Situation anzupassen. Ärzt*innen in der perinatologischen Versorgung sollten alle vier Modelle umsetzen können, um die Entscheidungsfindung situationsgerecht gestalten zu können.

Der Artikel dazu ist in der Zeitschrift BMC Medical Ethics erschienen.

Kuehlmeyer, K., Beyer, M.F., Mang, P. et al. How parents derive their informed role preferences for end-of-life medical decision-making for (unborn) children in perinatology: a meta-ethnography of qualitative interview studies. BMC Med Ethics 27, 199 (2026). https://doi.org/10.1186/s12910-026-01605-1