LMU Medical Scientist of the Year 2026: Dr. Naomi Vlegels
10.08.2026
Auf dem Jahresempfang wurde Dr. Vlegels vom Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung für ihre Arbeit "Brain-derived tau for monitoring brain injury in acute ischemic stroke" als LMU Medical Scientist of the Year 2026 ausgezeichnet.
„In meiner Veröffentlichung haben wir festgestellt, dass ein neuer Blutmarker, Brain-derived Tau (BD-Tau), das Ausmaß der Hirnschädigung nach einem ischämischen Schlaganfall über die Zeit abbilden kann. BD-Tau kann zudem den funktionellen Zustand der Patientinnen und Patienten Monate bis Jahre später voraussagen und die Wirksamkeit von Behandlungen nachweisen. Zwar sind weitere Studien erforderlich, aber BD-Tau könnte Ärzten helfen, den Schweregrad eines Schlaganfalls genauer zu überwachen, Komplikationen früher zu erkennen und neue Therapien in klinischen Studien effizienter zu bewerten.“
Meine Motivation für die Forschung
„Ich finde das Gehirn faszinierend – es ist ein so komplexes Organ, und wir verstehen immer noch nur einen kleinen Teil seiner Funktionsweise. Ich interessiere mich besonders für neurologische Erkrankungen, da sie das Leben der Patienten so tiefgreifend beeinflussen können. Die Forschung gibt mir die Möglichkeit, meine Neugierde einzusetzen und auf ein besseres Verständnis neurologischer Erkrankungen sowie auf eine verbesserte Versorgung von Patienten hinzuarbeiten.“
Meine tägliche Inspiration als Medical Scientist
„In meinem Privatleben habe ich die verheerenden Auswirkungen eines Schlaganfalls miterlebt. Zu sehen, wie ein Schlaganfall das Leben eines Menschen innerhalb eines Augenblicks verändern kann, erinnert mich daran, warum diese Arbeit wichtig ist. Es motiviert mich, weiter auf eine bessere Behandlung und Versorgung der Patienten und ihrer Familien hinzuarbeiten.“
Meine Ziele
„Mein Ziel ist es, dass meine Forschung zu einer besseren Versorgung der Patienten führt. Um dieses Ziel zu erreichen, konzentriere ich mich auf die Entwicklung von Biomarkern, die Ärzten helfen können, schnellere und individuellere Behandlungsentscheidungen zu treffen. Letztendlich hoffe ich, die Routine-Schlaganfallversorgung spürbar zu verbessern.“