Im Zentrum steht ein translationaler Forschungsansatz, der präklinische Modelle und Humanstudien systematisch verbindet, um die Mechanismen der Schmerzverarbeitung besser zu verstehen.
ERA-NET NEURON ist ein hochkompetitives europäisches Förderprogramm, das die Zusammenarbeit von Forschungsteams aus verschiedenen Ländern unterstützt und innovative, transnationale Projekte im Bereich der Neurowissenschaften ermöglicht.
Von Seiten der Ludwig-Maximilians-Universität München ist Prof. Dr. Frauke Nees vom Institut für Medizinische Psychologie beteiligt. Ihr Team bringt besondere Expertise in den klinischen und kognitiven Neurowissenschaften sowie der Psychobiologie ein und fokussiert dabei insbesondere auf Humanstudien zur Rolle emotionaler und stressbezogener Faktoren bei der Entstehung und Aufrechterhaltung chronischer Schmerzen.
Das Projekt verbindet präklinische und klinische Ansätze mit modernen Neuroimaging-, molekularbiologischen und computergestützten Verfahren, um die zugrunde liegenden Mechanismen systematisch zu entschlüsseln. Ziel ist es, neue Therapieansätze zu identifizieren, die den Einfluss von Stress und Emotionen auf Schmerzerkrankungen gezielt adressieren.
Neben der LMU und dem Leitungsteam an der Universität Galway (Irland) sind Partnerinstitutionen aus Frankreich (Institute of Cellular & Integrative Neuroscience, Straßburg), dem Vereinigten Königreich (Imperial College London), der Schweiz (Universität Bern) und der Slowakei (Centre of Biosciences, Bratislava) beteiligt. Gemeinsam wollen die Forschenden einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Behandlung chronischer Schmerzstörungen leisten.
Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Frauke Nees
Direktorin Institut für Medizinische Psychologie