News

Humboldt-Forschungsstipendium verliehen

20.01.2026

Das Biomedizinische Zentrum (BMC) freut sich, bekannt zu geben, dass Dr. Sarah D’Annunzio, Postdoktorandin im Renkawitz-Labor, das Humboldt-Forschungsstipendium erhalten hat.

Das Stipendium wird an Forscherinnen und Forscher aller Nationalitäten und Fachrichtungen vergeben, die herausragende akademische Qualifikationen vorweisen können, und unterstützt sie bei der Durchführung ihrer Forschung in Deutschland. Es ist Teil der „Global Minds Initiative Germany” des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Die Stipendiaten profitieren von der individuellen Betreuung durch die Alexander von Humboldt-Stiftung sowie von deren breit gefächertem Förderportfolio, das den internationalen Austausch und die langfristige akademische Zusammenarbeit fördert.

Ihr Projekt „Raum-zeitliche Wechselwirkung zwischen Zellkern und Zytoskelett während der Zellnavigation” befasst sich mit grundlegenden Fragen der Zellmotilität. Dieser Prozess ist für physiologische Funktionen wie die Immunüberwachung und die Gewebemorphogenese von entscheidender Bedeutung. Eine Dysregulation der Zellmigration ist mit zahlreichen pathologischen Zuständen verbunden.

Zwar ist das Zytoskelett seit langem als Hauptantriebskraft der Zellbewegung etabliert, jedoch konnten aktuelle Studien die entscheidende Rolle des Zellkerns bei der Regulierung der Zellwegfindung verdeutlichen. Der Zellkern fungiert dabei sowohl als physikalische Einschränkung als auch als aktiver Teilnehmer. In ihrem aktuellen Projekt wird Dr. Sarah D`Annunzio untersuchen, wie Chromatin-Umlagerungen während der begrenzten Leukozytenmigration die Funktion von Immunzellen und ihre Fähigkeit, physikalische Einschränkungen zu überwinden, beeinflussen.

Dr. Sarah D`Annunzio begann 2018 ihre Promotion in Biomolekularwissenschaften an der Universität Trient (Italien), wo sie untersuchte, wie Chromatinveränderungen die mechanische Reaktionsfähigkeit des Zellkerns auf äußere physikalische Kräfte beeinflussen, wobei sie sich auf die genetische Erkrankung Kabuki-Syndrom konzentrierte. Seit 2025 ist sie Mitglied des Renkawitz-Labors am BMC.