Schlaf und Gedächtnis

In den letzten Jahrzehnten hat die Forschung eine zentrale Rolle des Schlafs für die Bildung des Langzeitgedächtnisses nachgewiesen. Die schlafabhängige Umwandlung zunächst labiler Gedächtnisrepräsentationen in stabilere Formen geht mit einem Reorganisationsprozess einher, der nicht nur zu einer quantitativen Verbesserung des Gedächtnisses führt, sondern auch qualitative Veränderungen mit sich bringt.

Unsere Forschung konzentriert sich auf die Untersuchung der Bildung abstrahierter, allgemeinerer Gedächtnisinhalte, die den „Kern“ oder die „Essenz“ von Erfahrungen repräsentieren. Diese wurden mit der Entstehung kognitiver Schemata, Problemlösungsprozessen, Predictive Coding, dem Gewinnen von Einsichten sowie Kreativität in Verbindung gebracht.

Wir untersuchen diese Fragestellungen hauptsächlich an gesunden Probandinnen und Probanden unter Einsatz verhaltenswissenschaftlicher und elektroenzephalographischer Methoden.

Projektleitung: Dr. rer. nat. Nicolas Lutz