Europäisches MSCA-Stipendium unterstützt Forschung im Siegel Labor
04.03.2026
Dr. Belén Pachano wurde mit dem renommierten Stipendium der Europäischen Marie Skłodowska-Curie Actions (MSCA) gefördert.
04.03.2026
Dr. Belén Pachano wurde mit dem renommierten Stipendium der Europäischen Marie Skłodowska-Curie Actions (MSCA) gefördert.
© Siegel Lab / BMC
Ihr Projekt „Decoding the Impact of Nuclear Organization on the Hierarchical VSG Activation in African Trypanosomes” untersucht eine grundlegende Frage der Parasitologie: Wie entziehen sich Krankheitserreger durch Antigenvariation dem Immunsystem des Wirts? Antigene Variationen sind eine weit verbreitete Strategie zur Umgehung der Immunantwort des Wirts und basiert selbst bei evolutionär unterschiedlichen Krankheitserregern auf ähnlichen Funktionsprinzipien. Bei Trypanosoma brucei fungieren doppelsträngige Brüche innerhalb der Antigengene, bekannt als VSGs, als Auslöser für den Wechsel. Ihr Projekt testet die Hypothese, dass DNA-Schäden die Kern-Dynamik umgestalten, sodass räumliche Nähe und Sequenzidentität die Wahl der DNA-Reparaturvorlage beeinflussen und die Hierarchie der Antigenaktivierung bestimmen.
Pachano, in Argentinien geboren, absolvierte ein Studium der Biotechnologie an der Universität San Martín. Im Rahmen ihrer Masterarbeit, die sich mit Trypanosoma cruzi, dem Erreger der Chagas-Krankheit, befasste, entwickelte sie ein besonderes Interesse an der Parasitologie. Anschließend nahm sie am ParaFrap-Doktorandenprogramm in Frankreich teil und promovierte an der Université Grenoble Alpes über Toxoplasma gondii. Sie startete im November 2025 als Postdoktorandin in der Forschungsgruppe Siegel.
Das Labor wurde mit einer weiteren Auszeichnung gewürdigt: Zhibek Keneskhanova, Doktorandin in der Forschungsgruppe Siegel, wurde mit dem Serendipity Award 2025 ausgezeichnet.
Das von der Europäischen Forschungsagentur (REA) verwaltete MSCA Programm erhielt in diesem Jahr 17.066 Bewerbungen, von denen nur 1.610 Projekte ausgewählt wurden – eine Erfolgsquote von 9,6 %. Die ausgewählten Forscherinnen und Forscher repräsentieren ca. 80 Nationalitäten und werden ihre Arbeit in 45 Ländern in Europa und darüber hinaus durchführen.