Christoph Kurat erhält Heisenberg-Professur
15.07.2025
Auszeichnung für exzellente Forschung zur DNA-Replikation und Chromatinstruktur.
15.07.2025
Auszeichnung für exzellente Forschung zur DNA-Replikation und Chromatinstruktur.
© J. Greune / LMU
Dr. Christoph Kurat, Arbeitsgruppenleiter am Biomedizinischen Centrum (BMC) der LMU München, wurde in das renommierte Heisenberg-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) aufgenommen. Im Rahmen dieses Programms wird er für eine Dauer von fünf Jahren gefördert und übernimmt eine Heisenberg-Professur am Department of Genetics der Universität Bayreuth.
Das Heisenberg-Programm richtet sich an herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die bereits alle Voraussetzungen für eine Lebenszeitprofessur erfüllen. Es bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Forschungsarbeiten unabhängig fortzuführen und ihr wissenschaftliches Profil weiterzuentwickeln – mit dem klaren Ziel einer dauerhaften Berufung. Mit seiner bisherigen Forschungsleistung und seinem wissenschaftlichen Konzept konnte er die Gutachterinnen und Gutachter der DFG sowie die Universität Bayreuth überzeugen.
Christoph Kurat untersucht in seiner Forschung, wie eukaryotische Chromosomen während der S-Phase des Zellzyklus repliziert werden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Frage, wie Replikationskomplexe mit Chromatin interagieren und wie dieser Prozess reguliert wird. Methodisch kombiniert seine Arbeitsgruppe genetische und zellbiologische Ansätze mit biochemischer Rekonstitution. In einer in Nature veröffentlichten Studie (Chacin et al., 2023) konnte das Team zeigen, dass der Origin Recognition Complex (ORC) nicht nur Replikationsursprünge erkennt, sondern darüber hinaus aktiv an der Gestaltung der Chromatinstruktur beteiligt ist – ein entscheidender Faktor für die Initiation der DNA-Replikation und ein bedeutender Beitrag zur Chromatin- und Replikationsforschung.